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Kausystem/Wirbelsäule

Fragen Sie sich, warum wir die Körperhaltung so genau untersuchen? Dies tun wir, weil unser Kausystem nicht getrennt vom übrigen Körper gesehen werden kann. Muskeln, Knochen und Gelenke sind vielmehr in einem komplizierten System von „Kopf bis Fuß“ miteinander verbunden, vom Kiefergelenk, dem obersten Kopfgelenk bis hin zu den Füßen.

Das Verbindungselement ist dabei die Wirbelsäule. Sie mündet an ihrem unteren Ende in das Becken und ist im Bereich der Halswirbel mit der Kau-, Hals- und Nackenmuskulatur verbunden. Diese balanciert den Kopf.

Wenn beispielsweise die Beine ungleich lang sind, steht das Becken schief und die unteren Rückenmuskeln müssen „gegenhalten“, damit die Wirbelsäule gerade bleibt. Dies kann zu Rückenschmerzen führen, aber auch zu Beschwerden der Kaumuskulatur und den Kiefergelenken führen.

Umgekehrt führt ein falscher Biss, z. B. weil Zähne zu hoch oder zu niedrig sind bzw. Nachbarzähne in eine Zahnlücke gekippt sind, zu einer Fehlhaltung der Muskulatur. Die Kau-, Hals- und Nackenmuskeln versuchen diese Fehlstellung auszugleichen. Dies kann zu Verspannungen, Nacken und Rückenschmerzen und weiteren Beschwerden führen, da die Muskulatur zu stark oder falsch beansprucht wird.

Für uns ist eine solche Fehlbelastung gelegentlich sogar mit bloßem Auge sichtbar, denn die Kopfhaltung verändert sich häufig durch die Anspannung der Muskeln nach einer Seite. Es wird vermutet, dass Störungen im Kausystem auch zu einer langfristig veränderten Körperhaltung führen können.

Erfahren Sie mehr zur Orthopädie am Kauorgan, dem „oberen Ende der Wirbelsäule“.